Sexualisierte Gewalt in der Therapie
Nimmt ein Therapeut intime Kontakte mit einer Patientin auf, stellt dies einen schwerwiegenden Vertrauensbruch dar. Der Therapeut stellt seine persönlichen Bedürfnisse in den Vordergrund. Selbst wenn die Patientin sich ebenfalls ein persönliches Verhältnis zum Therapeuten gewünscht hat, liegt es nicht im Interesse der Therapie, dieses zu verwirklichen. Für die betroffenen Frauen entsteht häufig eine so verwirrende Bindung, dass sie sich orientierungslos und hilflos fühlen und meist nur mit Unterstützung von anderen vertrauten Menschen die Ereignisse benennen und die traumatischen Folgen wahrnehmen können.
Sexualisierte Gewalt in der Therapie kann zu einer Traumatisierung oder Retraumatisierung für die Betroffenen führen.
